FNA-Newsletter 9/2007


FNA-Graduiertenkolloquium 2008 - Beitragsersuch, Bericht FNA-Workshop "Wohlstandsverteilung und Gesetzliche Rentenversicherung", FNA-Projektbericht


FNA-Graduiertenkolloquium 2008 - Beitragsersuch

Das FNA-Graduiertenkolloquium 2008 findet vom 10. bis 11. Juli 2008 im Bildungszentrum Erkner bei Berlin statt. Interessierte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten oder Forschungseinrichtungen werden um die Zusendung einer maximal dreiseitigen Kurzfassung mit Angaben zu ihrem Themengebiet, der Fragestellung und der verwendeten wissenschaftlichen Methode(n) bis zum 30.04.2008 an Herrn Peter Heller (E-Mail: FNA@drv-bund.de, Tel.: 030 865-89 562) gebeten.

Der Teilnehmerkreis umfasst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rentenversicherung, die mit Grundsatzfragen befasst sind, Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Doktorandinnen und Doktoranden, deren Forschungsarbeiten vom FNA gefördert werden, weitere Gäste aus der Wissenschaft sowie Mitglieder des FNA-Beirats.

Weitere Details zum Graduiertenkolloquium finden Sie demnächst im Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung unter Forschungsnetzwerk Alterssicherung/Tagungen/Tagungsankündigungen.


Bericht vom FNA-Workshop "Wohlstandsverteilung und Gesetzliche Rentenversicherung"

Fragen der Verteilung von Einkommen oder anderer wirtschaftlicher Ressourcen spielen im Kontext der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) eine große legitimationsstiftende Rolle. Zum einen kann eine funktionale Perspektive eingenommen werden. In diesem Fall richtet sich der Blick auf die makroökonomisch ausgerichtete Aufteilung des gesamtwirtschaftlichen Einkommens auf die verschiedenen Produktionsfaktoren mit den wesentlichen Indikatoren der Lohn- und der Gewinnquote. Für GRV-bezogene Finanzierungsfragen ist diese Perspektive wesentlich, und wegen der Erwerbszentrierung der GRV ist hierbei primär die Lohnquote ein geeigneter Beurteilungsmaßstab. Zum anderen kann eine personelle Betrachtungsweise gewählt werden. Unter den Gesichtspunkten der Lebensstandardsicherung und der Bedarfsgerechtigkeit im Alter steht hier neben den Verteilungsrandbereichen des Reichtums und insbesondere der Armut die Portfoliozusammensetzung der Alterseinkünfte im Mittelpunkt. Dabei darf in einem weitgehend dem Äquivalenzgedanken verpflichteten Sicherungssystem wie der Gesetzlichen Rentenversicherung auch die Verteilung der Erwerbseinkommen der aktuell Versicherten nicht aus dem Blickfeld genommen werden. Im Sinne eines umfassenden Ressourcen- respektive Wohlstandsbegriffs erscheint es zudem grundsätzlich ratsam, neben der Einkommens- auch noch die Vermögensverteilung bzw. neben der Arbeitseinkommensverteilung auch noch die Verteilungen anderer Einkommensarten - wie z. B. die der Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit oder aus Vermögen - zuzüglich der durch das Steuer-Transfer-System ausgelösten Umverteilungen zu berücksichtigen. Mit den vorstehend skizzierten, für die Alterssicherung höchst bedeutsamen Fragestellungen beschäftigte sich am 11. September 2007 in Berlin ein Workshop des Forschungsnetzwerks Alterssicherung (FNA) mit dem Titel "Wohlstandsverteilung und Gesetzliche Rentenversicherung". Er war mit knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgesprochen gut besucht. Die thematische Breite der Vorträge, aber auch die der zahlreichen Diskussionsbeiträge führten dazu, dass das Tagungsthema facettenreich erfasst wurde.

Den ausführlichen Tagungsbericht finden sowie die Präsentationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie im Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung unter Forschungsnetzwerk Alterssicherung/Tagungen/Tagungsberichte.


PD Dr. Ingo Bode hat das FNA-Projekt "Die institutionelle Dynamik im 'welfare mix' der Alterssicherung. Zum Wandel von System- und Legitimationsstrukturen in den Rentensystemen Deutschlands und Frankreichs" abgeschlossen.

Der Projektbericht kann im Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung unter
Forschungsnetzwerk Alterssicherung/Projekte heruntergeladen werden.


Kontakt: Sollten bei Ihnen noch Fragen zum Inhalt des FNA-Newsletters offen geblieben sein, so wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des FNA-Teams:
Herrn Peter Heller, Tel. 030 865-89562,
Herrn Dr. Tim Köhler-Rama, Tel. 030 865-89523,
Herrn Dr. Jürgen Faik, Tel. 030 865-89535.
E-Mail: FNA@drv-bund.de

Ausführliche Informationen zum Forschungsnetzwerk Alterssicherung finden Sie im Internet unter www.drv-forschung.de.



Letzte Änderung: 06.12.2007 12:03:05