Forschungsförderung


Hier finden Sie eine Einführung in die Rehabilitationswissenschaften und die Forschungsförderung der Rentenversicherung sowie Kontaktadressen. Die angegebene Literatur informiert Sie über den Stand der Rehabilitationsforschung, einige wichtige Links sollen Ihnen bei der Orientierung in der Forschungslandschaft weiter helfen.

Was sind Rehabilitationswissenschaften?

Die Rehabilitationswissenschaften sind eine relativ junge Disziplin der Humanwissenschaften, deren Gegenstand die grundlegenden und angewandten Aspekte der Rehabilitation sind. Sie erarbeiten die wissenschaftlichen Grundlagen der Rehabilitation. Im Mittelpunkt stehen die arbeitsbezogenen Auswirkungen von chronischer Krankheit und Behinderung und deren Bewältigung. Dabei werden individuums-, institutions- und bevölkerungsbezogene Perspektiven der Folgen von Krankheit und Behinderung berücksichtigt. Charakteristisch für die Rehabilitationswissenschaften ist ihr hoher Grad an Interdisziplinarität von Gesundheitswissenschaften und Sozialwissenschaften, aber auch z. B. Ingenieurwissenschaften.
Beispiele für Kernthemen sind die Feststellung des Rehabilitationsbedarfs, die Entwicklung effizienterer Behandlungsmethoden oder die optimale Einbindung der Rehabilitation in das System der Gesundheitsversorgung.
Als eigenständige wissenschaftliche Fachgesellschaft wurde im Jahr 2000 die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) gegründet ( Link).
Ein aktuelles Verzeichnis der Reha-Wissenschaftler und Reha-Wissenschaftlerinnen in Deutschland ist verfügbar ( Link).

Weiterführende Literatur:
Koch U, Buschmann-Steinhage R. Zum Verständnis und zu den Voraussetzungen der Rehabilitationswissenschaften in Deutschland. Deutsche Rentenversicherung 2004; 5: 263-272 (Download).
Bengel J, Koch U (Hrsg.). Grundlagen der Rehabilitationswissenschaften: Themen, Strategien und Methoden der Rehabilitationsforschung. Berlin: Springer, 2000.

Forschungsförderung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund

Der Bereich Reha-Wissenschaften im Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund fördert als Grundsatz- und Querschnittsaufgabe Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Rehabilitationswissenschaften. Wissenschaftliche Exzellenz und Nutzen für die Entwicklung der rehabilitativen Versorgungspraxis sind zentrale Kriterien für die Förderung. Die Deutsche Rentenversicherung Bund als Rentenversicherungsträger (Abteilung Rehabilitation) fördert - wie auch andere Rentenversicherungsträger - ebenfalls Forschungsvorhaben im Bereich Rehabilitation. Weitere Informationen finden Sie unter "Forschungsförderung durch die einzelnen Rentenversicherungsträger" weiter unten auf dieser Seite.
Neben der Förderung von Projekten im Rahmen des versorgungsnahen, trägerübergreifenden Förderschwerpunkts "Chronische Krankheiten und Patientenorientierung" (gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung) fördert die Deutsche Rentenversicherung in begrenztem Umfang auch einzelne Forschungsprojekte zu Fragestellungen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie zu sozialmedizinischen Fragen der Erwerbsminderung.

Fördermittel können im Bereich Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund beantragt werden (siehe unten "Hinweise zur Antragstellung und zum Datenschutz"). Die Begutachtung von Projektanträgen erfolgt bezüglich inhaltlicher Relevanz und methodischer Qualität sowie gegebenenfalls unter Einbindung externer Expertise. Die Forschungsprojekte können durch den Bereich Reha-Wissenschaften fachlich beraten und begleitet werden.

Hinweise zur Antragstellung und zum Datenschutz

Das 2-stufige Verfahren des Bereichs Reha-Wissenschaften zur Beantragung von Zuwendungen im Bereich Reha-Forschung sieht vor, dass zunächst eine Projektskizze eingereicht wird (siehe unten Leitfaden für Projektskizzen). Bitte senden Sie die Projektskizze per E-Mail an: reha-wissenschaften@drv-bund.de

Wird das Projektvorhaben im Zuge der internen Begutachtung der Skizze als grundsätzlich förderungswürdig bewertet, kann in einem zweiten Schritt die Aufforderung zur ausführlichen Antragstellung auf Zuwendung erfolgen (siehe unten Leitfaden für Projektanträge). Diesen Antrag senden Sie bitte ebenfalls per E-Mail an: reha-wissenschaften@drv-bund.deund in schriftlicher Form unterschrieben und datiert an:

Deutsche Rentenversicherung Bund
Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation
Bereich Reha-Wissenschaften (0420), Raum R 4003
10704 Berlin

Die folgenden Leitfäden dienen als Hilfestellung zur Gestaltung einer beurteilungsfähigen Projektskizze sowie eines ausführlichen Projektantrags. Unterlagen, die den Vorgaben dieser Leitfäden nicht entsprechen, können gegebenenfalls nicht berücksichtigt werden.

Leitfaden zur Erstellung einer Projektskizze
Leitfaden zur Erstellung eines Projektantrags.

In der Projektskizze und dem Projektantrag sollten die Grundzüge der mit der Datenerhebung verbundenen Datenschutzaspekte dargestellt werden. Bitte beachten Sie: Ein ausgearbeitetes Datenschutzkonzept wird in der Regel vor Beginn der Datenerhebung durch die jeweiligen Rentenversicherungsträger geprüft, deren Versicherte an dem Projekt beteiligt werden.

Zur Erstellung des ausführlichen Datenschutzkonzeptes werden folgende Hinweise gegeben:

Hinweise zur Erstellung eines Datenschutzkonzeptes
Hinweise zur Gestaltung von Teilnehmerinformation und Einwilligungserklärung
Anregungen zur Gestaltung von Teilnehmerinformationen
Anregungen zur Gestaltung von Einwilligungserklärungen
Anregungen zur Gestaltung von Abfragen bei Nichtteilnahme.

Wenn Sie Fragen im Zusammenhang mit der Förderung von Rehabilitationsforschung durch die Rentenversicherung haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an: reha-wissenschaften@drv-bund.de
oder telefonisch an:
Dr. Rolf Buschmann-Steinhage: 030-865 39330,
Dr. Hans-Günter Haaf: 030-865 39333.

Einbezug von Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Bund

Die Deutsche Rentenversicherung Bund trägt Verantwortung für die Prozess- und Ergebnisqualität der Rehabilitation ihrer Versicherten. Dazu gehört einerseits die Unterstützung für Forschungsvorhaben, die der Weiterentwicklung der Rehabilitation dienen. Andererseits geht es aber auch um die Sorge für den ungestörten Ablauf des individuellen Rehabilitationsprozesses. Forschungsprojekte dürfen daher keine erheblichen oder unzumutbaren zeitlichen oder inhaltlichen Belastungen für teilnehmende Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Deutschen Rentenversicherung Bund beinhalten. Zugleich behält sich der Datenschutz der Deutschen Rentenversicherung vor, solche Forschungsvorhaben einer datenschutzrechtlichen Prüfung zu unterziehen. Auch wenn die Forschungsvorhaben nicht durch die Rentenversicherung finanziert werden, müssen, um dem Einbezug von Versicherten in Forschungsvorhaben aus fachlicher und datenschutzrechtlicher Sicht zustimmen zu können, eine Vorhabenbeschreibung und das Datenschutzkonzept eingereicht werden. Folgender Leitfaden gibt Ihnen Anhaltspunkte zur Projektbeschreibung.

Leitfaden zur Erstellung einer Projektbeschreibungen

Bitte senden Sie die Projektbeschreibung per E-Mail an: reha-wissenschaften@drv-bund.de

Die datenschutzrechtliche Prüfung ist abgeschlossen, wenn ein entsprechender Bescheid des Datenschutzes der Deutschen Rentenversicherung ergangen ist. Darüber hinaus muss dem Datenschutz der Deutschen Rentenversicherung eine schriftliche Bestätigung der ForscherInnen vorliegen (siehe Leitfaden zur Projektbeschreibung). Texte zur Teilnehmerinformation und zur Einwilligungserklärung erstellen Sie dagegen in eigener Verantwortung, unter Berücksichtigung datenschutzrechlicher Belange.

Hinweise zur Gestaltung von Teilnehmerinformation und Einwilligungserklärung
Anregungen zur Gestaltung von Teilnehmerinformationen
Anregungen zur Gestaltung von Einwilligungserklärungen
Anregungen zur Gestaltung von Abfragen bei Nichtteilnahme.

Forschungsförderung durch die einzelnen Rentenversicherungsträger

Die Träger der Deutschen Rentenversicherung können ebenfalls Forschungsvorhaben im Bereich Rehabilitation fördern.

Deutsche Rentenversicherung Bund: Forschungsförderung durch die Abteilung Rehabilitation

Deutsche Rentenversicherung Nord: Regionale Forschungsaktivitäten

Deutsche Rentenversicherung Rheinland: Reha-Forschung

Deutsche Rentenversicherung Westfalen: Reha-Forschung

Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland: Reha-Forschung

Forschungsbedarf

Eine gezielte Forschungsförderung setzt die Analyse von Forschungsbedarf voraus.Die deutsche Rentenversicherung hat unter anderem auf der Grundlage der Expertise "Bestandsaufnahme und Zukunft der Rehabilitationsforschung in Deutschland" der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW, Link) Themen zusammengestellt, zu denen aus ihrer Sicht Forschungsbedarf im Bereich Rehabilitation und Erwerbsminderung besteht.
mehr Informationen zum Forschungsbedarf....



Letzte Änderung: 20.07.2017 09:03:33